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Teichmolch (Lissotriton vulgaris)


Teichmolch
pixabay

Teichmolch Lebensweise

Der Teichmolch zählt zu den häufigsten Amphibien Mitteleuropas. Als Bewohner naturnaher Gewässer wechselt er geschickt zwischen Land- und Wasserleben und spielt eine wichtige Rolle in ökologischen Kreisläufen. Besonders auffällig sind die Männchen im Frühjahr mit ihrem gewellten Rückenkamm – ein Zeichen der Paarungsbereitschaft.

Kurzinfo zum Teichmolch

Merkmal Beschreibung
Wissenschaftlicher Name Lissotriton vulgaris
Körperlänge 6–8 cm, maximal bis 11 cm
Lebensraum Fischfreie Teiche, Gräben, naturnahe Gärten
Nahrung Insektenlarven, Wasserflöhe, Spinnen, Würmer
Fortpflanzung 100–300 Eier, einzeln an Wasserpflanzen abgelegt
Besonderes Merkmal Männchen mit gewelltem Rückenkamm und Schwanzsaum im Frühjahr
Lebensdauer 6–10 Jahre in der Natur
Schutzstatus Besonders geschützt nach Bundesnaturschutzgesetz

Lebensraum & Verhalten

Der Teichmolch bevorzugt pflanzenreiche, fischfreie Kleingewässer. Er lebt in naturnahen Gärten, Tümpeln oder Gräben. Im Frühjahr wandert er vom Winterquartier an Land zum Laichgewässer. Tagsüber versteckt er sich gerne unter Steinen oder in Laubhaufen. Nach der Fortpflanzung zieht er sich im Sommer wieder an Land zurück

Aussehen & Geschlechtsunterschiede

Seine braune bis olivgrüne Oberseite tarnt ihn gut in der Umgebung. Die Bauchseite ist gelb bis orange mit dunklen Flecken. Männchen tragen im Wasser einen auffälligen Rückenkamm und einen bläulichen Saum am Schwanz. Weibchen sind insgesamt dezenter gefärbt und größer.

Weiblicher Teichmolch im GartenteichWeiblicher Teichmolch im Laichgewässer: Unauffälliger gefärbt und ohne Rückenkamm – Weibchen legen während der Fortpflanzungssaison bis zu 300 Eier an Wasserpflanzen ab.

Männlicher Teichmolch im Gartenteich

Männlicher Teichmolch in Wassertracht: Deutlich sichtbar sind der hohe, gewellte Rückenkamm und der bläuliche Saum am Schwanz – typische Merkmale während der Paarungszeit.

 

Fortpflanzung und Entwicklung

Zur Paarungszeit im Frühjahr zeigen die Männchen Balzverhalten mit Duftstoffen und auffälligen Bewegungen. Nach der Aufnahme der Spermatophore legt das Weibchen einzelne Eier in Wasserpflanzen. Die Larven entwickeln sich in wenigen Wochen zu Jungmolchen und gehen nach der Metamorphose an Land.

Nahrung & Feinde

Im Wasser jagt der Teichmolch Insektenlarven, Wasserflöhe oder kleine Krebstiere. An Land ernährt er sich von Spinnen, Würmern oder Asseln. Feinde sind unter anderem Fische, Reiher, Schlangen wie die Ringelnatter oder große Wasserinsekten.

Gefährdung & Schutz

Trotz seiner weiten Verbreitung ist der Teichmolch regional gefährdet. Hauptursachen sind der Verlust naturnaher Gewässer, Pestizide oder Straßenverkehr. Er steht unter besonderem Schutz und darf nicht gefangen oder gehalten werden. Wer fischfreie, naturnahe Teiche anlegt, kann viel zu seinem Erhalt beitragen.

Häufige Fragen zum Teichmolch

Wie erkennt man einen Teichmolch?

Teichmolche sind 6–11 cm lang, olivbraun gefärbt mit gefleckter Bauchseite. Männchen zeigen im Frühjahr einen gewellten Rückenkamm und einen bläulichen Schwanzsaum.

Was frisst ein Teichmolch?

Im Wasser ernährt er sich von Insektenlarven, Wasserflöhen und Amphibienlaich, an Land von kleinen Spinnen, Würmern und Asseln.

Wann sind Teichmolche aktiv?

Zwischen Februar und August. Im Frühjahr zur Paarungszeit im Wasser, im Sommer und Herbst an Land. Wie Sie einen Techmolch beobachten können.

Wo überwintern Teichmolche?

An frostgeschützten Orten an Land – z. B. unter Laub, Wurzeln, Steinen oder in Erdhöhlen.

Wie kann man Teichmolche im Garten fördern?

Durch einen fischfreien, chemiefreien Teich mit flachen Ufern, Pflanzenvielfalt und Rückzugsmöglichkeiten wie Laubhaufen oder Steinriegel.

So fördern Sie Amphibien im Garten

Mit einem fischfreien Naturteich und naturnahen Rückzugsorten schaffen Sie wertvolle Lebensräume – nicht nur für den Teichmolch, sondern auch für Grasfrosch, Bergmolch und andere heimische Amphibien.







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